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Do. 18.10.2012
Duncan Road - Marella Gorge

Duncan Road Duncan Road
Ghostgum Foto Shooting Ghostgum Foto Shooting
Duncan Road - Irrweg Duncan Road - Einfahrt zur Marella Gorge
Tanken, Einkaufen und ab geht's zur Duncan Road, 52km östlich von Kununurra. Die Duncan Road ist eine ca 450km lange gravel road, vom Victoria Highway nach Süden abzweigend bis nach Halls Creek. Die Straße ist gut ausgebaut. Man kann meist mit 100km/h dahin brausen. Die Landschaft wechselt oftmals den Typus: Prärien, lichte Eukalyptuswälder, dann dunkle Felshügel mit Spinifex überzogen, ähnlich der Pilbara Region.

Wir planen, bei der Marella Gorge zu campen. Die liegt 152km vor Halls Creek. Die Gegend um die Marella Gorge ist in Privatbesitz, deshalb hatte ich schon in Kununurra bei der Flora Valley Station wegen der Zutrittserlaubnis angerufen. Alles ok, wir sollten nur vorsichtig sein, weil in der Umgebung ausgedehnte Buschbrände seien. Die Marella Gorge ist relativ unbekannt. Ich weiß vom Internet, dass die Abzweigung von der Duncan Road sehr schwierig zu finden ist, weil kein Hinweisschild angebracht ist. Ich lokalisiere die Stelle so ungefähr per Kilometerzähler. Da ist auch tatsächlich ein schmaler Pfad nach rechts. Wir fahren den entlang. Die Landschaft ist wirklich schön, aber nach einigen Kilometern müssen wir diesen Pfad als Irrweg abtun und umkehren. Ein paar km zurück auf der Duncan finden wir dann doch die richtige Abzweigung. Die Gorge ist traumhaft schön. Es gibt einige Pools und eine reichhaltige Vogelwelt. Östlich der Schlucht muss es kürzlich gebrannt haben, alles schwarz dort drüben. Leider gibt es zu dieser Jahreszeit wenig Wasser. Nach der Wet Season muss es phantastisch aussehen, wenn die Pools 1m tiefer sind und das Wasser über die Katarakte von einem Pool in den nächsten rauscht.

Wir brutzeln Lammfilets und trinken Rotwein dazu. Nach dem prächtigen Sonnenuntergang genießen wir eine wundervoll ruhige Nacht, ganz alleine in der weiten Landschaft. Für lärmgewohnte Städter ist diese Stille schon fast beunruhigend. Das ändert sich aber bei Sonnenaufgang, wenn die Schwärme von Kakadus den neuen Tag laut kreischend begrüßen. Kein Wecker kann einen so effizient aus dem Schlaf reißen.
Marella Gorge Marella Gorge
Marella Gorge Marella Gorge - Dinner
Marella Gorge Marella Gorge

Fr. 19.10.2012
Marella Gorge - Halls Creek

Marella Gorge Marella Gorge
Marella Gorge - Wellensittichschwarm  
Marella Gorge Marella Gorge
Hoch oben am Felsplateau über der Marella Gorge frühstücken wir. Dann werden noch einige Fotos und Videoszenen aufgenommen bevor wir auf dem schmalen Pfad zwischen den Spinifexbüschen zurück fahren auf die Duncan Road und weiter nach Süden ziehen. 40km vor Halls Creek baden wir kurz in der Sawpit Gorge und beobachten Aborigines-Kinder, die vom Felsen in den Pool springen. Kaffeepause machen wir ein Stück weiter bei Palm Springs. Das ist ein tiefer Teich, der von kleinen Quellen gespeist wird. Er ist von Palmen umgeben. Auf der der Straße gegenüber liegenden Seite ist ein roter Felsen. Elfi läßt ein Bad in diesem Teich auf keinen Fall aus.

Wir erreichen Halls Creek am frühen Nachmittag. Leider müssen wir hier übernachten, da die Akkus aufgeladen werden müssen. Nach der nächsten Etappe ist Bush Camping im Purnululu National Park angesagt, ohne elektrischen Strom. Halls Creek bietet nur einen grasfreien Campingplatz und 40°C Hitze.
Marella Gorge Marella Gorge
  Duncan Road Richtung Halls Creek
Sawpit Gorge Palm Springs

Sa. 20.10.2012
Purnululu National Park

Kragenechse überfahren :-( Ob das die Termiten freut?
Purnululu NP Purnululu NP, Echidna Chasm
Purnululu NP, Echidna Chasm Purnululu NP, Echidna Chasm Purnululu NP, Echidna Chasm
In der Nacht sind ein paar Regentropfen gefallen. In der Ferne grollt ein Gewitter, kommt aber nicht näher. Morgenprozedur: Frühstück, Zähne putzen, Jeep fahrbereit machen, im "Supermarkt" Lebensmittel einkaufen und los geht's. Unglücklicher Weise kann ich nicht verhindern, eine Kragenechse zu überfahren. Die sitzt mitten auf der Fahrbahn und wärmt sich am Straßenbelag. Ich versuche sie im letzten Moment zwischen die Räder zu bekommen, aber sie flitzt genau in dem Moment los. Schade um das schöne Tier!  Ich halte an und lege die Echse an den Straßenrand, Futter für die Vögel. Krähen haben in Australien reichlich Nahrung von überfahrenen Tieren.

130km nördlich von Halls Creek ist die Abzweigung zum Purnululu National Park. 52km 4WD-Track, teilweise recht rauh, führen zum Tourist Center. Es ist - wie schon letztes Mal - geschlossen. Man kann aber im Selbstbedienungsverfahren die Tickets lösen und die Gebühr in einem Kouvert in der Blech-Urne versenken. Es kostet 11A$ je Auto und 11A$ je Person und Tag. Dann fahren wir die 20km zum Echidna Chasm. Es ist leicht bewölkt, aber trotzdem hat es fast 39°C. Die 700m bis zum Eingang in die Schlucht sind mühsam. Man geht über abgerundetes grobes Geröll in einem trockenen Bachbett. Zwischen den steilen Felswänden ist es angenehm kühl. Die Schlucht ist an manchen Stellen nur 1,5 bis 2m breit und geschätzte 20 bis 30m hoch. Eine leichte Brise tut das ihre, um den Aufenthalt zur Erholung werden zu lassen, bevor man wieder zurück in die Hitze muss. Im Jeep erfrischt man sich dann mit der Klimaanlage.

Die Nacht verbringen wir am Busch-Campingplatz im Süden des Nationalparks. Hier gibt es keinen elektrischen Strom, d.h. der Ventilator im Auto wird nicht laufen, also heiß, heiß, heiß ... mal sehen, vielleicht schlafe ich draußen; hängt von den Gelsen ab.
Purnululu NP Purnululu NP
  Purnululu NP
Kookaburra Kookaburra

So. 21.10.2012
Purnululu National Park - El Questro

Purnululu NP - Bungle Bungle Purnululu NP - Bungle Bungle - Cathedral Gorge
Purnululu NP - Bungle Bungle
Purnululu NP - Bungle Bungle
Purnululu NP - Cathedral Gorge Purnululu NP - Cathedral Gorge
Purnululu NP - Cathedral Gorge
Der zweite Tag im Purnululu National Park ist der Wanderung zur Cathedral Gorge gewidmet. Die Straße führt an den Bungle Bungle Ranges entlang. Diese eigenartige Formation von Felsdomen, die an Bienenkörbe erinnern, wurde erst in den Achtzigern des vorigen Jahrhunderts entdeckt. Auf der Motorhaube des Jeeps stehend lasse ich die Kamera rattern, um tolle Panoramaaufnahmen zu machen. Der Wanderweg zur Cathedral Gorge führt durch eine phantastische Landschaft zwischen den Domen. Hohes Gras, Spinifex und locker stehende Baumgruppen geben zusammen mit dem Rotbraun der Felsen eine tolle Farbkombination. Die Cathedral Gorge ist eine halb offene Felshalle von beachtlichen Ausmaßen. In der Mitte ist ein kleiner Teich, der während der Wet Season von einem Wasserfall geformt und gefüllt wird. Ein Waran (Mertens Water Monitor) posiert am Ufer des Teiches und lässt sich durch das Fotografieren überhaupt nicht stören.

Nach der Rückkehr am Campingplatz beschließen wir, nicht hier im Purnululu NP zu übernachten, sondern gleich weiter zu ziehen. Der Nachmittag lässt noch genügend Zeit, um El Questro zu erreichen. Die 200km sind kein Problem.
Purnululu NP - Cathedral Gorge Purnululu NP - Cathedral Gorge - Mertens Water Monitor
Purnululu NP - Cathedral Gorge Purnululu NP - Cathedral Gorge
  Purnululu NP - Cathedral Gorge
Cockburn Ranges Cockburn Ranges
Die El Questro Station ist meinerseits mit einem Vorurteil behaftet: Touristen-Nepp Station! Die Gegend um ElQ ist zwar wunderschön, der Campingplatz liegt gleich neben dem Fluss (Pentecost River), hohe Bäume bieten angenehmen Schatten. Aber: Die eine Übernachtung kostet 80A$, und das für einen Platz ohne Stromanschluss. Diesel kostet hier A$2,30. Die Preise sind ca doppelt so hoch, wie an anderen vergleichbaren, oder sogar besser ausgestatteten Plätzen. Ein stündlich startender Hubschrauber trägt mit seinem Lärm auch nicht gerade der Beschaulichkeit bei. El Questro

Mo. 22. bis Di. 23.10.2012
Mitchell Falls

Gibb River Road Abzweigung der Kalumburu Road von der Gibb River Road
Drysdale River Station Drydale River - Miners Pool
Mitchell Plateau Road Morgennebel am Mitchell Plateau
Goanna Bei den Big Mertens Falls
Goanna Kragenechse
Brolgas (Kraniche) Echse
Water Lilly Capparis spinosa
Die stundenlange Wanderung zur ElQ Gorge gemeinsam mit Menschenmassen lassen wir aus und brechen gleich am Morgen auf, um tiefer in die Kimberley Region einzudringen. Die Gibb River Road ist bis zur ElQ-Abzweigung asphaltiert. Erst ab da ist es die gravel road, die man hier erwartet und auch genießen möchte. Nur so kommt das richtige outback feeling auf.

Das nächste Ziel ist die Drysdale River Station. Die Kulumburu Road zweigt von der Gibb River Road nach Norden ab. Bei der Kreuzung ist eine Raststelle mit Tischen und Bänken. Da machen wir mittags Kaffepause. Die Kulumburu Road ist überraschend gut ausgebaut, man kommt recht schnell voran. Nach ca 60km bei der Drysdale River Station angekommen, machen wir uns für die Übernachtung bereit. Ich bezahle die 15A$. Wir fahren noch 2km zum Miners Pool, einer breiten Stelle des Drysdale River, um zu baden. Das Wasser hat mindestens 30°C, erfrischt aber dennoch. Wir unterhalten uns mit den freundlichen officers der Drysdale River Station darüber, was wir am nächsten Tag vorhaben, nämlich zu den Michell Falls zu fahren. Sie machen uns darauf aufmerksam, dass der Mitchell River Park ab 24. Okt. geschlossen ist. Wir haben also nicht mehr viel Zeit! Die beiden sind echt nett. Die Frau telefoniert mit dem officer oben bei den Fällen und macht uns darauf hin den Vorschlag, dass wir gleich weiter fahren sollten. Nach 100km, gleich nach der Durchfahrt durch den King Edward River könnten wir im Munurra Camp übernachten und wären dann schon viel näher bei den Mitchell Falls. Sie gibt uns die 15A$ zurück, wir kaufen noch Wasser und fahren los. Die Flussdurchfahrt ist unproblematisch, da der King Edward River jetzt in der Dry Season wenig Wasser führt. Wir richten uns im Camp zur Übernachtung ein. Es ist ein einfacher Busch-Campingplatz.

Um 6 Uhr morgens fahren wir schon in Richtung Mitchell Falls ab. Die 87km sind in knapp zwei Stunden überwunden. Es ist ein 4WD Track durch einen wunderschönen Palmenwald. Die Mitchell Plateau Road ist teilweise überflutet, so dass sie eher einem Fluss gleicht. An manchen Stellen ist die Straße sehr steil. Am Campingplatz angelangt, packen wir den Rucksack mit Wasserflaschen, etwas Obst und Joghurt. Der Fußweg zu den Fällen ist ca 4,3km lang. Nach 800m kommt man an den Little Mertens Falls. Das Kliff ist beachtlich hoch, doch Wasser fällt auch hier keines.  Ab da ist eine längere Strecke durch den Busch bis zu den Big Mertens Falls zu bewältigen. Der Marsch ist wegen der Hitze ziemlich anstrengend. Reichlich Wasser trinken ist bei solchen Wanderungen wichtig, um Dehydrierung zu verhindern. Auch die Big Mertens Falls sind weitgehend trocken. Unterhalb des Kliffs ist aber ein großer Teich mit Seerosen. Brolgas (Reiher) suchen am Ufer nach Nahrung. Die letzten 500m führen schließlich zu den Mitchell Falls. Über drei Stufen fällt das Wasser in die 60m tiefe Schlucht. Auf den Stufen haben sich Pools gebildet, die aber nur durch Abseilen erreichbar wären. Im Pool oberhalb der Fälle kann man baden, was wir auch tun im Vertrauen darauf, dass hier keine Salties ihr Unwesen treiben. Die gibt es angeblich nur im untersten Pool. Wir klettern oben am Kliff herum und fotografieren die wunderbare Landschaft, bevor wir den Rückweg antreten. Ich glaube ich habe hier mehr geschwitzt, als Wasser die Klippen hinunter kippt. Leider finden wir die Wandjina Rock Paintings nicht, die am Plan eingezeichnet sind. Auch die Bradshaw Rock Painting Sites können wir nicht finden. Ich habe meine Lagenotizen zuhause vergessen.

(siehe dazu auch Wikipedia: Wandjina, Bradshaw Paintings)

Wir übernachten nicht im Mitchell Park, sonder fahren zurück zur Drysdale River Station. Es wird schon dunkel, die halbe Strecke legen wir bei Nacht zurück, was wegen der streunenden Rinder sehr gefährlich ist. 60km/h ist da schon die Maximalgeschwindigkeit. Am Campingplatz der  Drysdale River Station gibt es Duschen und Stromanschluss ("powered site").
Bradshaw Rock Paintings Big Mertens Falls
Big Mertens Falls Little Mertens Falls
Big Mertens Falls
Oberhalb der Mitchell Falls Oberhalb der Mitchell Falls
Mitchell Falls Mitchell Falls
Mitchell Falls Mitchell Falls
Mitchell Falls

Mi. 24.10.2012
Manning Gorge - Windjana Gorge

Menning Gorge
Goanna
Gibb River Road
Rinder an der Gibb River Road
Der Tag beginnt mit 170km Fahrt, erst die Kalumburu Road zurück und weiter auf der Gibb River Road bis zum Barnett River Roadhouse, wo wir Lebensmittel einkaufen. 7km abseits vom Roadhouse ist die Menning Gorge. Wir erfrischen uns mit Schwimmen im großen Pool und trinken Kaffee unter einem riesigen Boab Tree. Als nächstes Ziel ist die Bell Gorge vorgesehen, das ist einer der schönsten Plätze in der Kimberley Region. Daraus wird aber nichts. Beim Imintji Roadhouse erfahren wir, dass die Bell Gorge wegen ausgedehnter Buschbrände gesperrt ist. Bei der Werkstätte neben dem Roadhouse pumpe ich die hinteren Reifen auf. Der linke sieht nicht gut aus!

Wir nehmen die Abzweigung zur Lennard River Gorge, verwerfen aber die Wanderung, da man die Fälle erst nach einer einstündigen Wanderung über das Kliff hinab erreichen könnte. Dazu ist es aber schon zu spät. Für diese Gorge bräuchten wir ein paar Stunden Zeit. Die Alternative ist, noch weitere 200km bis zur Windjana Gorge zu fahren. Das sollte sich noch vor Einbruch der Dunkelheit ausgehen. Wir erreichen den Campingplatz noch bei Tageslicht, bereiten den Jeep für die Nacht vor und genießen den farbenprächtigen Sonnenuntergang.
Beim Imintji Roadhouse
King Leopold Ranges
Leopold Downs Road, Queen Victoria's Head
Campingplatz bei der Windjana Gorge

Do. 25.10.2012
Windjana Gorge - Devonian Reef - Broome

Windjana Gorge
Zebrafinken
Eingang zur Windjana Gorge
Fossiler Nautiloid
Der Morgen bringt eine unangenehme Überraschung mit sich, der linke hintere Reifen ist platt. Erst frühstücken wir, dann montiere ich den Reservereifen. Das ist eine sehr anstrengende Prozedur. Glücklicherweise habe ich einen Kompressor gemietet und kann damit den Reifendruck ausgleichen. Wir durchwandern die Windjana Gorge in der vollen Länge, 3,5km bis zum Ende des Pfades und 3,5km retour. Die leichte Bewölkung erleichert das Wandern, da es nicht so extrem heiß ist. Diese Schlucht durch das fossile Riff, die der Lennard River geschaffen hat, ist wohl eine der spektakulärsten und schönsten Gorges in Australien. Die bizarr verwitterten Kalkfelsen sind der Überrest eines Riffes aus der Epoche Devon, vor mehr als 350 Millionen Jahren. Man kann Süßwasserkrokoldile beobachten und viele Vogelarten. Auf halbem Weg ist eine Kolonie von fliegenden Hunden (in Australien Flying Foxes genannt). Es müssen Tausende sein, die laut kreischend an den Ästen der Bäume hängen. Bei unserem ersten Besuch der Windjana Gorge im Jahre 2002 ist die ganze Horde mit ohrenbetäubendem Gezeter aufgeflogen. Inzwischen haben sie sich offenbar an die Menschen gewöhnt und bleiben in den Bäumen hängen. So kann man sie jetzt besser fotografieren. Die Marakuja-Ranken, die an manchen Stellen alles überwuchern, sind ein Beispiel dafür, welchen Schaden eingeschleppte Pflanzen anrichten können. Bei der Rückkehr am Parkplatz bin ich einigermaßen erschöpft. Wir wollen aber den Nachmittag noch für die nächste Etappe nutzen. Das Ziel ist Broome, ca 400km von hier entfernt.
Windjana Gorge Windjana Gorge
Windjana Gorge Windjana Gorge
Fresh Water Crocodile Windjana Gorge - Maracuja wuchert üeberall
Flying Foxes Flying Fox
Devonian Reef Conservation Park Devonian Reef Conservation Park
Devonian Reef Conservation Park Devonian Reef Conservation Park
Devonian Reef Conservation Park Devonian Reef Conservation Park
Devonian Reef Conservation Park Devonian Reef Conservation Park
Die Leopold Downs Road führt südwestlich von der Windjana Gorge durch den Devonian Reef Conservation Park. Wir kennen da einen schönen Platz, abseits der Straße, der nur über einen schmalen Pfad mit dem Jeep erreichbar ist. Da wollen wir die Kaffeepause verbringen. Wir fahren durch die sonderbare Landschaft, skurille Felsen, Boabs und Spinifex dazwischen. Man kann sich nicht satt sehen an dem Farbenspiel, das einem hier geboten wird. Als wir durch das Gebirge durch sind, sind wir sehr verwundert, da wir den Platz nicht gefunden hatten. Haben wir den Pfad übersehen? Also umdrehen und nochmals suchen. Ich kann mich aber erinnern, dass das Riffgebirge in einem großen Bogen die Ebene umschließt und dass die Leopold Downs Road es zweimal durchquert. Alles klar! Ich drehe nochmal um und es geht weiter in Richtung SW durch die Ebene. Ein sicherlich verwirrter Camper wird dreimal von uns überholt bzw. begegnet. Was der wohl denkt? Tatsächlich taucht am Horizont wieder das Gebirge auf und kurze Zeit später sind wir auf "unserem" Platz. Es ist ein magisch schöner Ort. Wir fühlen uns sehr wohl hier. Bei leichtem Regengetröpfel genießen wir Kaffe und Kuchen, schießen eine Menge Fotots und machen uns schließlich wieder auf den Weg. Es ist noch weit bis Broome.

Wir kommen auf den Higway 1, den Great Northern Highway. Der Vierradantrieb wird ausgeschaltet. Die lange Fahrt ist äußerst monoton. Die dutzende Kilometer langen schnurgeraden Straßenabschnitte erschweren die Konzentration. Man sieht die Straße weit vorne hinter dem Horizont verschwinden, das zermürbt. Elfi fragt mich mitten auf so einer Strecke, ob ich Münzen für den Waschautomaten hätte. Über die Sinnhaftigkeit einer solchen Frage - gerade jetzt - gibt es dann eine kurze Diskussion. Die Gedanken eilen halt voraus, wenn es aktuell nichts Interessantes gibt. Ein paar Minuten vor Sonnenuntergang sind wir im Cable Beach Campground in Broome. Der Campingplatz ist ziemlich voll, es gibt eine Menge Dauercamper, die hier fix wohnen und sich entsprechend eingerichtet haben.
Devonian Reef Conservation Park
Devonian Reef Conservation park

Fr. 26.10.2012
Broome

Broome, Cable Beach Broome, Campingplatz
Broome, Cable Beach
Die Waschautomaten am Cable Beach Campground in Broome bekommen Arbeit mit unserer Wäsche, 3A$ je Füllung. Die nächste Aufgabe ist die Reifenreparatur. "Tyre Power" erledigt das für 45A$. Darauf folgt Lebensmittel einkaufen und 100 Liter Diesel tanken. Nach all dem können wir ein paar Stunden an der Cable Beach verbringen. Abends kommen die Kamelkarawanen, eine rote und eine blaue. Am Strand findet eine Hochzeit statt. Die gesamte Gesellschaft samt Braut und Bräutigam ist barfuß, er sogar in shirt und shorts. Sieht für uns seltsam aus, ist aber an diesem Strand bei Sonnenuntergang eine romantische Zeremonie.
Broome, Cable Beach
Broome, Hochzeit auf der Cable Beach

Sa. 27.10.2012
Broome, Coulomb Point

Broome, Manari Road
Coulomb Point
Wir fahren von Broome aus auf der Manari Road an der Küste entlang nach Norden bis zum so genannten Coulomb Point. Die rostroten Felsen und ein rosaroter Sandstrand ergeben mit dem Blau des Indischen Ozeans und dem Himmel einen unvergesslichen Anblick.

Am Rückweg suchen wir in Broome eine Möglichkeit die Gasflasche aufzufüllen. Wir werden quer durch die Stadt geschickt, bis es dann an der vierten Stelle klappt. Im Hardware Store in der China Town gibt es tatsächlich einen Gasnachfüllservice. Hier kaufe ich auch gleich einen Adapter für den Schlauch zum Wassertank nachfüllen.

Wir verlassen Broome am Higway in Richtung Derby. Nach 40km kommen wir zum Roebuck Roadhouse. Da buchen wir einen Platz am Campground für eine Übernachtung. Leider ist es da auch nachts recht laut, weil nebenan die Roadtrains zum Tanken vorfahren.
Coulomb Point Coulomb Point
Coulomb Point Coulomb Point
19 Achsen ! 19 Achsen !

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