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Mo., 01.12.2008
Coober Pady, Kulgara

Coober Pady Opalminenfeld
noodling
Wir kaufen in Coober Pady Opale ein, was sonst? Dann besichtigen wir die beiden unterirdischen Kirchen und fahren dann zur Schaumine, um unser Glück beim "noodling" zu versuchen, d.h. auf den Schutthalden nach Opalen zu suchen. Ich finde tatsächlich einen rötlichen Stein, der von feinen blauen Opaladern durchzogen ist. In Coober Pady dreht sich alles um Opale. Von Horizont zu Horizont ringsum sieht man die Hügel, die neben den Einstiegslöchern in die Minen aufgeschüttet sind. Ich bekomme die Auskunft, dass es angeblich an die zwei Millionen sind!

Ab Mittag sind wir wieder unterwegs nach Norden in Richtung Zentrum. Nach 375 km stellen wir uns auf den Campingplatz beim Roadhouse bei Kulgara. Hier übernachten wir. Elfi gefällt es nicht da, ist auch wirklich nicht besonders ansehnlich. Fürchterlich heiß heute, sicher über 40°. Am Abend wird eine seltsame Konstellation am Himmel sichtbar. Mond, Venus und Jupiter bilden ein lächelndes Gesicht. Als sich dann noch eine kleine Wolke, vom Mond beleuchtet, dazu gesellt, ist der Heilige Nikolaus perfekt ans Firmament gemalt.

Der Plan ist, morgen über Finke zum Chamber Pillar zu fahren. Muss noch fragen, ob die Gravel Roads benutzbar sind.

Kirche von außen und ..
... von innen unterirdisch

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Di., 02.12.2008
Geographisches Zentrum, Chambers Pillar

Das geographische Zentrum Australiens Ich frage im Kulgara Roadhouse, ob die Straße nach Finke ok wäre. Die Antwort ist positiv, also brechen wir auf. Es sind ca. 130 km bis zum Chambers Pillar. 20 km vor Finke zweigen wir eine 4WD-Route ab. Auf der geht's über 12 km bis zu einem bemerkenswerten Platz: "Geographisches Zentrum Australiens". Es ist durch eine kleine Kopie des Fahnenmastes am Parlament in Canberra gekennzeichnet.
Campingplatz beim Chambers Pillar
Cambers Pillar
Wir fahren weiter nach Süden. Die Straße ist nach den schweren Regenfällen vor zwei Wochen in schlechtem Zustand. Die Auswaschungen sind stellenweise echt gefährlich. Die letzten 43 km auf schwieriger Route führen uns endlich ans Ziel, zum Chambers Pillar. Wir sind alleine am Campingplatz. Es gibt kein Wasser hier. Kochen, Abwasch und Hygiene ist natürlich mühsam, wenn man nur Wasser aus dem Kanister zur Verfügung hat. Dafür gibt es aber kostenloses BBQ-Gas. Am späten Nachmittag bis Sonnenuntergang halten wir uns bei dem sonderbaren Felsen auf und schießen eine Menge Fotos. Dann wird gegrillt und schließlich das Nachtlager unter freiem Himmel hergerichtet. Mitten in der Nacht gelingt mir eine Foto vom Kreuz des Südens.
Castle Rock
Sonnenuntergang am Chambers Pillar

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Mi., 03.12.2008
Stuarts Well

Chambers Pillar in der Morgensonne Nachtlager unter freiem Himmel
Schwierige Straßenverhältnisse
Wir haben im Freien auf einer der 2 x 2 m2 großen Holzplattformen geschlafen, die 60 cm über dem Boden angebracht sind. Wir stinken nach Insektenspray. Die Gelsen sind aber trotzdem lästig gewesen, weil man sie andauernd um den Kopf herum schwirren hörte.

Nach dem Frühstück gehen wir noch mal rüber zum Chambers Pillar, Elfi fotografiert die Gravuren der Australien-Pioniere. Danach fahren wir die 43 km 4WD-Route zurück, wofür wir wegen des miserablen Pistenzustands 1,5 Stunden brauchen. Auf Gravel Roads unterschiedlicher Qualität erreichen wir schließlich den Stuart Highway. Bei Stuarts Well Roadhouse kehren wir zur Übernachtung ein. Swimming Pool und Duschen sind nach der "trockenen" Nacht am Campingplatz beim Chambers Pillar äußerst willkommen. Die Temperatur beträgt am Nachmittag 40°, oder darüber. Es ziehen Wolken auf, hoffentlich kommt kein Regen. Der würde nämlich in dieser Region sehr heftig ausfallen und unsere Pläne für die nächsten Tage - Rainbow Valley und Palm Valley - zunichte machen. Der Regen vor ein paar Wochen hatte Alice Springs unter Wasser gesetzt, sogar der Todd River - sonst meist nur eine lang gestreckte Sandwüste - führte Hochwasser, so hört man hier.

Dromedare
Standplatz beim Stuarts Well Roadhouse

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Do., 04.12.2008
Rainbow Valley, Alice Springs

Rainbow Valley
Rainbow Valley Känguruh beim Klettern
Die Steine sehen dich an Farben
Die letzte Nacht war grässlich. Noch Stunden nach Sonnenuntergang ist die Temperatur noch über 30°. Die Windböen bringen auch nur heiße Wüstenluft. Dazu kommt noch, dass es bewölkt ist. Das hemmt einerseits die nächtlich Wärmeabstrahlung in den Weltraum und andererseits kommt es zu leichten Regengüssen. Ich schlafe draußen in meinem speziellen Freiluftbett. Es war sehr abwechslungsreich, heiß, Gelsen und Regen. Einmal musste ich ins Auto zu Elfi fliehen, weil der Regen stärker wurde. Später versuchte ich's wieder draußen. Irgendwann muss ich dann doch eingeschlafen sein und bin erst durch das Jucken der Gelsenstiche wieder aufgewacht. Ich fühle mich am Morgen nicht wirklich fit.

Wir fahren ins Rainbow Valley. Es ist zwar bewölkt, aber es regnet (noch) nicht. Furchtbar heiß wieder. Wir wandern im Tal herum, schießen Fotos. Der Sandstein, aus dem Felsen hier bestehen, erscheint in unglaublich vielfältigen Farben und Verwitterungsformen. Die Farbenpracht, dem das Tal den Namen verdankt, kommt allerdings nur im Sonnenschein des Nachmittags zur Geltung.

Wir fahren weiter bis Alice Springs. Hier wird eingekauft und dann am Campingplatz am Larapinta Drive Platz bezogen. Es regnet wieder leicht. Falls das Wetter besser wird, wollen wir morgen noch ins Palm Valley.

Rainbow Valley
Gummimatte?
Mushroom Rock

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Fr., 05.12.2008
Hermannsburg

Das Tal des Finke Rivers südlich von Hermannsburg
Finke River bei Hermannsburg
Finke River bei Hermannsburg
Die Pferde der Aborigines im Finke River-Tal
Der Regen war in der Nacht stärker. Morgens gehe ich in die Rezeption und sehe mir die Wettervorhersagen im Internet an: heiß, Regen, Gewitter.

Wir fahren trotzdem nach Hermannsburg, sind ja nur 125 km von Alice Springs. Wir wollen dort nach dem Streckenzustand zum Palm Valley fragen. Leider erfahren wir, dass die Gravel Roads noch immer geschlossen sind, sowohl zum Palm Valley, als auch der Marinee Loop. Auf geschlossenen Straßen darf ich nicht fahren, da sonst der Versicherungsschutz für den Landcruiser bei Britz verloren ginge. Ein Stück fahren wir aber dennoch in das Tal des Finke Rivers. Von da wären es noch ca. 20 km bis ins Palm Valley. Wir machen ein paar Fotos und Video-Aufnahmen und fahren dann zurück nach Hermannsburg. Wir besichtigen die historische Mission, trinken Kaffe und essen Apfelstrudel dazu, der ganz ausgezeichnet schmeckt.

Am Rückweg nach Alice Springs zweigen wir zum Wallace Rockhole ab, 20 km Gravel Road. Wir bleiben aber nicht, es gefällt uns nicht da. Zurück in Alice buche ich zwei weitere Nächte am Campingplatz.

Disco in Hermannsburg
Kirche im historischen Hermannsburg
Apfelstrudel, Mission im hist. Hermannsburg
Apfelstrudel futtern - Video cut
Blick aus den Fenstern der Mission (Collage)
Floodway Auf den Straßen im Red Center quert man alle paar km so genannte Floodways. Bislang waren sie immer trocken. Nach den andauernden Regenfällen führen sie jetzt Wasser.

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Sa., 06.12.2008
Alice Springs

Alice Springs, Todd Mall Aborogines Malerei, hängt jetzt zuhause in der Küche
Rudi das Rentier hat hier keinen Job
Regen, Regen. Es hat nachts geregnet und es regnet den ganzen Tag. Wir nutzen den Vormittag, um in Alice Springs in der Todd Mall zu shoppen. Den mittäglichen Brunch mit Kaffe und Kuchen  genießen wir am Campingplatz. Nachmittags besuchen wir den "Alice Springs Stuart Desert Park". Besonders schön sind die vielen Vögel. Es gibt auch eine Vogel-Show, wo verschiede Greifvögel freiwillig pünktlich erscheinen, um ihr Dinner zu genießen. Verblüffend ist der große Adler, der mit einem Stein ein Emu-Ei zertrümmert, um an das leckere Innere heran zu kommen.

Alice Springs Stuart Desert Park

Alice Springs Stuart Desert Park Alice Springs Stuart Desert Park
wie öffnet man ein Emu-Ei? - Vodeo cut so öffnet man ein Emu-Ei! - Vodeo cut
Alice Springs Stuart Desert Park Alice Springs Stuart Desert Park
Alice Springs Stuart Desert Park Alice Springs Stuart Desert Park
Alice Springs Stuart Desert Park Alice Springs Stuart Desert Park

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So., 07.12.2008
Alice Springs, Standley Chasm, Simpsons Gap

Christmas Market in der Todd Mall in Alice Springs Heute ist Christmas Market in Alice Springs in der Todd Mall. Christkindlmarkt im Sommer mit Verkaufsständen für Aborigines-Kunstwerke ist schon seltsam. Es gibt aber kaum Dinge, die uns zum Kaufen animieren würden. Ich hätte fast einen fossilen Megalodonzahn gekauft, wäre auch nichts typisch Weihnachtliches gewesen. Todd River
Standley Chasm
Standley Chasm Standley Chasm
Standley Chasm Standley Chasm
Nach dem Bummel durch den Christmas Market fahren wir in die Western Mc Donnel Ranges und wandern zuerst in die Standley Chasm und danach zum Simpson Gap. Leider haben wir dauernd Salzburgerischen Schnürlregen. Die beiden Gorges sind sogar bei Regen phantastisch schön. Wir machen viele Fotos.

Wir übernachten noch zweimal im Stuart Carpark, dann waren's insgesamt fünf Nächte in Alice Springs. Morgen ist der letzte volle Tag im Red Center. Übermorgen fliegen wir dann nach Canberra.

Das heutige Dinner genießen wir in einem Restaurant in der Todd Mall. Wir essen köstlich zubereiteten Barramundi. Das ist ein karpfenähnlicher Süßwasserfisch und sozusagen der Australische Nationalspeisefisch.

Simpson Gap
Simpson Gap

Simpson Gap

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Mo., 08.12.2008
Alice Springs

Port Lincoln Parrot (Australian Ringneck) Der letzte Tag ist angebrochen, d.h. der letzte Tag, an dem wir mit dem Landcruiser unterwegs sind. Allerdings bewegen wir uns nicht mehr, bleiben am Campingplatz. Elfi macht unser Gepäck reisefertig. Es ist jetzt wieder wolkenlos und fürchterlich heiß. Der Pool bietet immer wieder angenehme Abkühlung.

Am Abend fahren noch mal zur Todd Mall, um im Restaurant ein Dinner zu genießen. Selber kochen ist vorbei.

Unser Standplatz im Stuart Carpark in Alice Springs

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Di., 09.12.2008
Alice Springs - Canberra

Wir müssen früh am Morgen zu Britz nördlich von Alice Springs, um den Toyota Landcruiser zurück zu geben. Wir hatten in den 5,5 Wochen diesmal 11843,8km zurück gelegt, bislang ein Rekord! Die Maschine nach Canberra, über Melbourne, geht planmäßig um 10:45 a.m., falls sich nichts geändert hat.  Wir starten pünktlich. In Melbourne regnet es und es ist ziemlich kalt. Canberra ist auch bewölkt und relativ kühl, 27° bloß. Herta und Steve holen uns ab. Nach fünf Wochen Campingleben schlafen wir wieder in richtigen Betten.

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Mi., 10.12.2008
Canberra

Elfi
Heinz
Der Kirschenbaum in Hertas Garten mit zweierlei Kirschen ist traumhaft. Man kann die reifen Kirschen vorbehaltlos essen, denn es gibt hier in Australien keine Würmer in Kirschen.

Der Himmel klart auf, die Sonne scheint, es wird wärmer. Wir besuchen eine Art "Minimudus" in der Nähe.

"Minimundus" bei Canberra
"Minimundus" bei Canberra

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Do., 11.12.2008
Canberra

Wollemia Nobilis, ein lebendes Fossil Steve hat eine interessante Topfpflanze, eine Wollemia Pine (lat.: wollemia nobilis). Das ist ein lebendes Fossil. Diesen Baum gab es schon vor 90 Mill. Jahren, so alt ist zumindest das älteste datierte Fossil. Kürzlich wurde er in einem Tal im Wollemi National Park entdeckt, ca. 100 km nord-östlich von Sydney. Der Platz wird geheim gehalten.

Viel zu viele Kirschen gegessen gestern, aber heute wird weiter gefuttert. Aufhören geht einfach nicht.

Wir fahren in ein nahe gelegenes Örtchen um Mitbringsel einzukaufen. Es ist richtig nett hier.

Abendessen im Restaurant in Canberra. Fiona und Paul verkünden, dass Nachwuchs unterwegs sei.

Bungendore

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Fr. 12.12.2008
Canberra

Weihnachtsstimmung in Canberra Shopping in der City steht heute am Programm.

Am Abend sind wir zum BBQ bei Fiona und Paul eingeladen.

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Sa., 13. bis So., 14.12.2008
Canberra - Sydney - Wien

Heimreise! Herta und Steve bringen uns nach Sydney zum Flughafen. Um 5 p.m. geht die QF 05 über Singapur nach Frankfurt.

Unterwegs halten wir zu Kaffe und Kuchen.

Der Abflug verzögert sich wegen technischer checks um 2 Stunden. Wenn es dabei bleibt, ist es kein Problem. Die Wartezeit in Frankfurt wird ja um die 2 Stunden kürzer.

Wir landen kurz vor Sonnenaufgang in Frankfurt um 6:45. Die Austrian nach Wien geht erst nach 11:00.

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