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Mo., 22.11.2010
Kakadu NP: Yellow Waters

Kakadu National Park

Blühende Palmen Blühende Palmen
Blühende Palmen Wallaby
Unser geänderter Reiseplan sieht vor, dass wir als nächstes den Kakadu National Park besichtigen. Also fahren wir am Stuart Highway weiter bis Pine Creek, das sind etwa 40km. Hier müssen wir bis 10 a.m. warten, bis der Laden mit angeschlossener Tankstelle öffnet. Die Lady - eindeutig asiatischer Herkunft - sperrt das Vorhängeschloss an der Dieselzapfsäule auf. Hier muss man wohl alles besonders sichern. Sie fragt das obligatorische "where are you from?". "Austria!", antworte ich wahrheitsgemäß. Sie fragt, ob ich die Blume 'xxx' - den Namen verstehe ich nicht - kenne. Ich schüttle den Kopf. Nächste Frage: "Do you know the movie 'Sound of Music'?". Jetzt war's mir klar. "Edelweiß" sage ich, was sie lächelnd und kopfnickend quittiert. Ich muss es nochmals deutlich aussprechen: "E d e l w e i ß". Interessant, wodurch Österreich hier definiert ist.

Kakadu NP,
Yellow Waters

Yellow Waters Yellow Waters
Yellow Waters Yellow Waters
Yellow Waters Yellow Waters
Yellow Waters Lotus
Yellow Waters Yellow Waters
Lotus Lotus
Water Lillly Lotus
Bei Pine Creek zweigt der Kakadu Highway vom Stuart Highway ab. Wir fahren etwas über 100km bis Cooinda, wo man das große Feuchtgebiet "Yellow Waters" besichtigen kann. Die Straße von Cooinda dahin ist allerdings gesperrt. Wir mieten uns im Campingplatz ein und ich buche an der Rezeption die Guided Tour zu Yellow Waters. Um 4:30 p.m. geht es los, die Tour dauert 2 Stunden; Sonnenuntergang ist für $82 pro Nase inkludiert. Geschätzte 50 Personen machen die Tour gemeinsam. Da ist eine Gruppe Deutsche, eine Gruppe Franzosen und Südamerikaner sind auch dabei. Wir werden mit zwei Kleinbussen zum Billabong gebracht und besteigen dort die Boote. Es sind drei. Die Deutschen und die Franzosen beanspruchen je eines für ihre Gruppe; wir besteigen mit dem Rest das dritte Boot. Elfi und ich ergattern Plätze in der ersten Reihe. Das erlaubt ungestörtes Fotografieren und Filmen.

Yellow Waters ist ein paar km2 großes, seichtes Feuchtbiotop. Solche permanenten Teiche nennt man in Australien Billabongs. Yellow Waters ist ein Naturparadies. Hier trifft diese Bezeichnung hundertprozentig zu. Die Tiere sind an den täglichen Besuch der Menschen in ihren Booten gewöhnt und verhalten sich so, als ob wir gar nicht da wären. Man kann tausende Vögel in den weiten Feuchtwiesen bei der Nahrungssuche beobachten, auch große Raubvögel, Gänse, Reiher, Kormorane, etc. etc. Der Guide erklärt, dass hier 280 Vogelarten leben! Besonders eindrucksvoll sind die riesigen Leistenkrokodile (Esturane Crocodiles, "Salties" genannt), die man hier aus der Nähe filmen kann. Auch die Flora ist sehr schön hier, die gewaltigen Flusseukalypten, Seelilien und ausgedehnte Lotuswiesen. Wir nehmen eine Unzahl von Fotos mit.

Es ist wirklich phantastisch schön hier. Die umgerechnet EUR 60 ist die Tour auf jeden Fall wert.

Leider können wir am Abend die Stimmung draußen nicht genießen, da die Gelsenplage hier ganz außerordentlich ist. Kein Wunder; in so einem Feuchtbiotop sind die Gelsen ein wichtiger Bestandteil am unteren Ende der Ernährungspyramide. Trotz Insektenspray und Moskitonetz geht es ohne Stiche nicht ab. Mit der Pyramide stimmt was nicht, wenn die von ganz unten sich von der Spitze ernähren.

Leistenkrokodile,
"Salties"

Saltie Saltie
Saltie Saltie

"Yellow Waters", Vögel und eine Schlange

Yellow Waters, Jacana Yellow Waters; Egret (Reiher)
Yellow Waters, Kormoran Yellow Waters
Yellow Waters Yellow Waters, Jabirus
Yellow Waters, Seeadler Yellow Waters, Magpie Gooses
Yellow Waters, Seeadler Yellow Waters, Phyton

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Di., 23.11.2010
Kakadu NP: Nourlangie Rock

Nourlangie Rock

Nourlangie Rock Nourlangie Rock
Nourlangie Rock Nourlangie Rock
Nourlangie Rock Nourlangie Rock
Campingplatz in Cooinda. Bei Sonnenaufgang zerfetzt ein Dingo das Müllsäckchen, das draußen am Jeep hängt. Elfi verscheucht ihn. Dann kommt noch eine Krähe und gibt dem Säckchen den Rest. Sauerei da draußen.

Wir verlassen Cooinda, um weiter in den Kakadu NP vorzudringen und erleben gleich eine herbe Enttäuschung. Die Gravel Road zu den Jim Jim Falls und Twin Falls ist gesperrt. Der Grund ist der selbe, wie in der Kimberley: Wet Season seit 1. Nov.. Das muss eine Neueinrichtung sein, denn wir waren zu der Jahreszeit schon mal dort.

Wir fahren also weiter in Richtung Jabiru und unternehmen unterwegs zwei Wanderungen. Erst geht es 1,5km schweißtreibend bergauf zum Marlai Lookout und dann, kurz vor Jabiru, besichtigen wir die uralten Felsmalereien der Aborigines am Nourlangie Rock.

Um die Mittagszeit stellen wir uns auf den Campingplatz in der Kakadu Lodge in Jabiru. Nach Kaffe und Kuchen, dem traditionellen Lunch, ist Entspannung angesagt. Klimatisch und auch gelsenmäßig ist es hier recht angenehm.

 

beim Marlai Lookout Frisch gelegtes Buschfeuer
schön und harmlos Spinne
Kakadu Lodge in Jabiru Frangipani
Blue-faced Honeyeater Grüne Ameisen

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Mi., 24.11.2010
Kakadu NP: Ubirr

Ubirr, Felsmalereien

Ubirr Ubirr
Ubirr Ubirr
Ubirr Ubirr, Regenbogenschlange
Ubirr Ubirr
Ubirr Ubirr
Ubirr Ubirr
Ubirr Ubirr
Ubirr Ubirr
Heute geht es noch weiter nach Norden, an der Uranmine vorbei, nach Ubirr. Hier gibt es interessante Galerien von Felsmalereien der Aborigines. Noch vor Ubirr, am Weg dahin, erkenne ich den kleinen pilzförmigen Felsen wieder, den ich bei unserem Besuch hier im Jahr 2000 entdeckt hatte. Unter dem überhängenden Felsen sind einige Felszeichnungen, die ich fotografiere. Wir erreichen Ubirr. Am Ende eines 1km-Weges bergauf kommt man an den Rand des Escarpments. Das ist der Steilabfall zur weiten Ebene, der Nadap Floodplain. Die Aussicht vom Felsen und auch die Stimmung an diesem Ort ist atemberaubend. Die Ebene reicht bis zum Horizont. In der Regenzeit, wenn sich der Monsun voll entlädt, ist sie überflutet. Jetzt ist es ein tiefgrünes Meer aus Gras mit einigen Billabongs und kleinen Baumgruppen. 

Oben auf dem Felsplateau stehen einige Regenpfützen, in denen eine Unzahl von Kaulquappen zappeln. Eine der Pfützen ist schon fast ausgetrocknet. Im letzten feuchten Winkel ist ein ganzer Klumpen Kaulquappen, die scheinbar noch am Leben sind. Wir opfern die noch fast volle Trinkwasserflasche und füllen damit die Pfütze etwas auf. Damit haben sie zumindest eine Chance zu überleben, wenn innerhalb eines Tages Regen fallen sollte.

Den Nachmittag verbringen wir am Campingplatz in Jabiru mit schwimmen im Pool und lesen.

Neuerliche Planänderung: Wir werden die 4WD-Touren südlich des Litchfield National Parks auslassen. Da jeden Tag abends irgendwo in der Umgebung heftige Gewitter aufziehen, scheint uns das zu gefährlich zu sein. Wir könnten eingeschlossen werden, wenn die Sandstraßen nach heftigem Regen unbefahrbar würden. D.h., Umbrawarra Gorge, Butterfly Gorge, Surprise Creek und Sandy Creek (Tjaynera Falls) fallen leider aus.

Wir werden nicht - wie ursprünglich geplant - nach Pine Creek zurück fahren, sondern am Arnhem Highway in nordwestlicher Richtung bis zum Stuart Highway fahren und dann auf diesem nach Süden, bis wir bei Batchelor in den Litchfield National Park kommen. Das werden etwas über 300km sein.

Ubirr,
Blick vom Escarpment über die Nadap Floodplain

Ubirr Ubirr
Ubirr Ubirr
Ubirr Ubirr
Ubirr Ubirr

Akazie Curcuma
essbar?  
   
South Aligator River Schlammspringer


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Do., 25.11.2010
Kakadu NP - Litchfield Tourist Park

Mamukala Wetlands

Reiher Mamukala Wetlands
Rohrdommel Magpie Goose
Reiher Jacana
Jabiru Reiher
Krähe Lotus
Ca. 30km von Jabiru am Arnhem Highway ist das Feuchtgebiet Mamukala, ein reichhaltiges Vogelparadies. Es steht eine groß angelegte, überdachte Beobachtungsplattform zur Verfügung. Wir können viele Vögel beobachten und fotografieren, die wir teilweise schon von Yellow Waters kennen.

Schon 100km vor dem Stuart Highway ist eine mächtige Gewitterwolke am Horizont zu sehen und wir fahren direkt darauf zu. In Batchelor erwischt es uns dann, was weiter kein Problem wäre, wenn da nicht die zerbrochene Dachluke wäre. Gerade, als der subtropische Regenguss loslegt, kann ich den Jeep unter dem Vordach eines Bottle Shops parken. Bei der Gelegenheit kaufe ich gleich VB und eine Flasche Merlot. Ich erkundige mich, wo ich ein Klebeband erstehen könnte und bekomme die Auskunft, dass das bei der Tankstelle, paar 100m von da entfernt, möglich wäre. In einer Phase leichteren Regens fahren wir dahin und kann wieder unter einem Dach parken. Tatsächlich bekomme ich im Shop ein breites graues Klebeband. Genau so eines ist mir als Lösungshilfe vorgeschwebt. Ich klettere hinten am Jeep hoch und verklebe - auf dem Reserverad stehend - die Dachluke in 2,5m Höhe. Hoffentlich ist das auch wasserfest und dicht.

Nach wenigen km Fahrt sind wir im Litchfield Tourist Park. Es schüttet heftig, wir haben den Kern des Gewitters wieder eingeholt. Dieser Campingplatz ist der einzige, mir bekannte, wo man das Auto unter ein Car top stellen kann. Es ist sogar für den Jeep hoch genug. Neben dem Auto ist eine betonierte Platte. Wir bleiben also trocken und brauchen auch nicht im Matsch stapfen. Im kleinen Restaurant genießen wir ein leckeres Dinner, Barramundi mit Salat und VB dazu. Durch den Regen ist es deutlich kühler geworden, was eine angenehme Nachtruhe verspricht. Wir sind anscheinend die einzigen Gäste hier, es ist ja nicht mehr Hauptsaison. Leider kommen nachts doch noch zwei Mädels mit ihrem Camper, stellen sich gleich gegenüber und quatschen laut bis Mitternacht. Die Rache dafür wird morgen Früh lautes Geschirrklappern sein!

 

West Aligator River
Golden Flame Tree
Litchfield Tourist Park
Früchte auf den Königspalmen
Wattle
Flying Foxes (Flughunde)

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Fr., 26.11.2010
Litchfield NP: Magnetic Termites, Walker Creek

Magnetic Termites Spinne
Cathedral Termite Cathedral Termite

Talmer Falls Litchfield National Park
Camping Red-backed Fairy-Wren
Wallaby Wallaby

Blütenpracht

Strandwinde ?
Korallenstrauch und Hibiscus Banksia
Weibliche Cycade Männliche Cycade




Litchfield Tourist Park. Sonnenaufgang, Geschirrgeklapper - zwei verschlafene Mädels taumeln aus dem Camper vis-a-vis.

Wir fahren nach dem Frühstück in den Litchfield Natioanal Park. Das sind nur ein paar km von hier. Als erstes besichtigen wir die Termite Mounds. Hier sind zwei verschiedene Termitenarten am Werk, die Magnetic Termites und die Cathedral Termites. Erstere bauen 2 bis 3m hohe, flache Bauten, die auf 15° genau Nord-Süd ausgerichtet sind. Die Cathedral Termites schaffen gewaltige Türme, die 5 bis 6m hoch sind. Von den Bauten der Magnetic Termites stehen auf der weiten Ebene hunderte, wenn nicht tausende. Es sieht wie ein riesiger Friedhof aus.

Danach fahren wir gleich ans nördliche Ende zum Walker Creek. Wir waren schon im Jahr 2002 hier und fanden damals den Walker Creek als den schönsten Platz im Litchfield NP. Wir wandern den Creek entlang. Bei den 8 einfachen Camping sites kann man in den schönen Pools baden, was die Hitze leicht erträglich macht. Am besten gefällt uns der Platz Nr. 6. Hier zeigt sich ein Water Monitor. Das ist eine kleine Waranart, die hauptsächlich im Wasser lebt, ca. 60cm lang.

Am späten Nachmittag fahren wir zurück und stellen uns auf den Campingplatz bei den Wangi Falls. Es ist bis spät in die Nacht furchtbar heiß, aber offenbar gelsenfrei. Zwei Vallabies fressen nahe beim Standplatz im Busch und schauen immer wieder neugierig herüber.

Litchfield NP,
Walker Creek

Walker Creek Walker Creek
Walker Creek Walker Creek
Walker Creek Walker Creek
Walker Creek Walker Creek
Mertens Water Monitor ?
Walker Creek Walker Creek

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Sa., 27.11.2010
Litchfield NP: Wangi Falls, Florence Falls, Buley Rockholes

Lillien am Campingplatz
Blauflügel-Kookaburra
Blauflügel-Kookaburra am Jagdanstand
Regenwald von oben bei den Florence Falls
Die Gepflogenheit, in der Wet Season Straßen zu sperren, hat auch im Litchfield National Park Folgen für uns. Die Gravel Road zur Lost City ist gesperrt und der große Pool bei den Wangi Falls ist abgesperrt, Baden verboten. Der Grund für die Sperre ist, dass in der Regenzeit manchmal Salzwasserkrokodile in den Pool einwandern. Die werden zu Beginn der Dry Season gefangen und erst wenn es wieder sicher ist für die Menschen, die Sperre aufgehoben.

Wir ziehen weiter, besichtigen die Florence Falls und baden in den Buley Rockholes. Hier herrscht allerdings Wochenendhochbetrieb, es sind eine Menge Menschen da. Gegen Mittag zieht ein Gewitter auf. Wir genießen bei Regen den obligaten Kaffee-Lunch. Der Kaffee-Vorrat geht zur Neige. Wir werden wohl auf hiesigen instant coffee umsteigen müssen.

Die Nacht verbringen wir - wie schon vorgestern - im Litchfield Tourist Park, 18km vor Batchelor. Der Jeep steht unter dem Car top. Falls es nachts regnen sollte, kein Problem. Derzeit hört man nur fernes Donnergrollen. Zum Dinner gibt es wieder Barramundi.

Florence Falls
Pools oberhalb der Florence Falls
Philodendron

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So., 28.11.2010
Litchfield NP: Walker Creek

Walker Creek

Walker Creek Walker Creek
Walker Creek Walker Creek
Walker Creek Walker Creek, Water Monitor
Walker Creek, Sonnentau Walker Creek, Water Monitor

Der mitgebrachte Kaffe ist mit dem heutigen Frühstück aufgebraucht. An der Rezeption des Litchfield Tourist Parks bekomme ich 4 kleine Päckchen Nescafe für 1$. Ich sage: "we're out of coffee." - "Dangerous!" meint die nette Lady im Laden. Na ja, die Gefahr ist gebannt, der Mittagskaffee ist damit jedenfalls gesichert.

Wir fahren wieder zum Walker Creek hinauf. Das sind zwar 60km, doch das ist es uns wert - für australische Verhältnisse ohnehin gleich nebenan. Bis Mittag bleiben wir am Pool gleich neben dem Parkplatz. Nach dem Genuss einer Tasse Nescafe begeben wir uns in der Mittagshitze auf den Weg zum Campground Nr. 6. Unterwegs wird in den Pools, die durch kleine Katarrakte verbunden sind, gebadet. Das macht die 40° - oder mehr? - erträglicher. Da ist ein kleiner Water Monitor (Waran). Der wird natürlich fotografiert und gefilmt.

Nach ein paar Stunden kehren wir zurück und fahren zum Safari Camp, das etwa in der Mitte des Litchfield Highway liegt, gleich neben dem Litchfield Cafe, das zum Verkauf ansteht. Der Campingplatz ist an sich ok, doch die Eigentümerin scheint nicht die arbeitsfreudigste zu sein. Der Zustand der Rezeptionshütte spricht da schon für sich. Die Spülbecken für Geschirr, außen an den Amenities - so nennt man hier die Häuschen mit den Duschen, Toilette und Waschmaschinen - sind mit tausenden toten und teilweise noch lebenden Insekten verschmutzt. Elfi macht sich die Mühe und reinigt das und schimpft dabei über das faule Personal. Wie sich heraustellt, war das zu Unrecht. Ein paar Stunden später beobachten wir den Besitzer, der beidhändig Insekten aus den Spülbecken schöpft. Die waren schon wieder total kontaminiert.

Wallaby
Honeyeaters

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Mo,. 29. bis Di. 30.11.2010
Litchfield NP - Batchelor

Vogelfütterung im
Batchelor Resort,
Kakadus und Lorikeets

Batchelor Ressort Batchelor Ressort
Batchelor Ressort Batchelor Ressort
Batchelor Ressort Batchelor Ressort
Batchelor Ressort Batchelor Ressort
In der Nacht laufen im Safari Camp australische Bustards herum. Ich kenne diese Vögel aus dem Büchlein "Birds of the Top End". Das sind Laufvögel, die über 1m groß werden. Leider sind keine brauchbaren Fotos von diesen lustigen Vögeln gelungen.

Im Kiosk des Campingplatzes kaufe ich eine Dose "Nescafe gold". Der Kiosk ist in einem Schiffskontainer untergebracht, praktisch 100% einbruchssicher.

Es ist bewölkt. Wir fahren zu den Buley Rockholes zum Baden. An einem Wochentag sind weniger Leute da. Gegen Mittag beginnt es stark zu regnen. Wir retten uns in den Jeep und fahren nach Batchelor. Wir müssen ohnehin einiges an Lebensmittel einkaufen. Ich buche eine Powered Site im Batchelor Resort. Dieser Campingplatz ist wegen der täglichen Vogelfütterungen bekannt. Nachmittags hört es auf zu regnen, die Sonne kommt 'raus. Wir schwimmen im Pool. Dann wird das Abendessen zubereitet: Spagetti carbonara, könnte man es nennen.

30.11.: Es gibt nicht viel zu erzählen. Wir hängen den ganzen Tag am Campingplatz herum, baden im Pool, lesen, am Abend wieder die spektakuläre Vogelfütterung. Hunderte Lorikeets kreischen an den Futterplätzen. Ein paar noch stimmgewaltigere große weiße Kakadus haben ihren eigenen Futterplatz. Die Lorikeets bilden ein tolles Farbenspiel. Es ist ein blau-orange-rot-grünes Irisieren in dem zappeligen Knäuel von hungrigen Vögeln.


 

Königspalmen und Strahlenaralie Camping in Batchelor
Zutrauliche Honeyeaters Karambole
Agakröte Modell der tschechischen Burg Karlstein in Batchelor

Buley Rockholes

Buley Rockholes Buley Rockholes
Buley Rockholes Buley Rockholes

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Mi., 01.12.2010
Batchelor - Berry Springs

Die alte Zinnmine am
Bamboo Creek

Bamboo Creek Bamboo Creek
Bamboo Creek Bamboo Creek
Der aktuelle Reiseplan: Am Litchfield Highway quer durch den Park nach Norden, dann noch 60km Gravel Road nach Berry Springs.

Bei den Buley Rockholes bleiben wir kurz zum Baden. Es gewittert wieder. Am Walker Creek machen wir Mittagspause. Ein paar km weiter, kurz vor dem Ende des Litchfield Parks, gehen wir noch zur alten Zinnmine am Bamboo Creek. Die Mine wurde vor fast 100 Jahren aufgelassen. Die Reste der Maschinen sehen noch erstaunlich gut aus.

Kurz vor Berry Springs ist ein toller Campingplatz, Tumbling Waters Holiday Park. Da mieten wir uns für 2 Tage ein. In einem großen Volaire wird eine seltsame Gruppe von Tieren gehalten: 1 Kaninchen, 2 Meerschweinchen, 1 Wachtel und 1 Huhn. Das Huhn ist ganz verrückt nach frischem Gras. Die anderen haben Angst vor ihm und lassen dem Huhn den Vortritt beim Fressen. Gleich daneben ist ein eingezäunter Teich in dem ein paar Freshies (Johnson Freshwater Crocodiles) leben. Man kann sie aus der Nähe beobachten und fotografieren, da sie nicht so scheu sind, wie ihre wild lebenden Genossen, z.B. in der Windjana Gorge.

Am späteren Nachmittag beginnt es wieder heftig zu regnen und hört bis zum nächsten Morgen nicht mehr auf. Das macht das Leben mit unserem einfachen Bushcamper nicht gerade leichter. Car top gibt's hier leider nicht. Als ich zum Duschen gehe, sag ich zu Elfi: "Handtuch brauche ich nicht. Kommt mir absurd vor, sich nach dem Duschen abzutrocknen, um dann im Regen wieder nass zu werden!". Anmerkung: Regenschirme haben wir keine!

Laut Wettervorhersage soll aber morgen das Wetter wieder besser - sprich sonniger - werden.

 

Travelers Tree, East West Palm Gräser und Buschland am Weg nach Berry Springs
Flame Grevillea (Grevillea eriostachya) Parakeelya
Einsame Lilie Termiten im Grasland
Akazie (Afrikanischer Flammenbaum) Königspalme mit Früchten

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Do., 02.12.2010
Tumbling Waters, Wagait Beach

Pfau am Campingplatz Tumbling Waters Holiday Park
Freshie (Süßwasserkrokodil)
Freshie (Süßwasserkrokodil)
Blackmore River beim Tumling Waters Holiday Park

Das Wetter ist heute tatsächlich besser, als prognostiziert wurde. Wir nutzen den Tag für Ausflüge in die Umgebung. Zuerst fahren wir auf die Cox Peninsula - östlich der großen Bucht bei Darwin - bis Wagait Beach und spazieren dort bis Mittag am Strand herum. Leider kann man in den subtropischen Meeren nicht ungefährdet baden. Tödlich giftige Quallen, Haie und Salties vermiesen den Menschen das Baden, besonders im Sommer, also in der Wet Season.

Die nächste Tour führt uns zur Crab Claw Insula. Das ist keine Insel, sondern eine Halbinsel mit einem Resort, besonders für Fischer. Die letzten 15km dahin sind auf einer Gravel Road zu bewältigen. Schwarze Wolken und ein beginnender heftiger Regensturm veranlassen uns, den Strand schleunigst wieder zu verlassen, da die Gefahr besteht, dass die Straße durch Starkregen unpassierbar werden könnte. Wir fahren auf der sealed road (asphaltiert!) weiter nach Westen in Richtung Dundee Beach. Am Ende ist wieder Gravel Road und es wiederholt sich die Szene: starker Regen, die Straße wird immer tiefer.  Also zurück zum Campingplatz Tumbling Waters.

Hier scheint wieder die Sonne. Wir baden im Pool und verdrücken dann zum Abendessen das unterwegs eingekaufte gegrillte Huhn.

Termiten in Weihnachtsstimmung
Strand bei Wagait Beach (Cox Peninsula)
Bunte Felsformationen bei Wagait Beach
Lorikeet auf blühendem Eukalyptus

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Fr., 03.12.2010
Flug Darwin-Canberra

Beim Frühstück im Tumbling Waters Holiday Park gibt es eine unangenehme Überraschung. Ich kontrolliere sicherheitshalber, ob die Flugdaten Darwin-Canberra auf meinem Reiseplan mit denen auf den Tickets übereinstimmen. Da war so ein ungutes unbestimmtes Bauchgefühl. Mir bleibt der letzte Bissen fast im Hals stecken. Der Flug geht nicht erst am 4.12., sondern schon am 3., also heute um 1 p.m.! Shocking! Aber es kann sich noch ausgehen. Jetzt ist es 9 a.m.. Wir packen alles schnellstens zusammen. Darwin ist ja nicht weit entfernt, maximal 80km. Wir finden das Britz Office in Darwin in der Bomber Street schneller, als befürchtet und geben den Bushcamper zurück. Die gesamte gefahrene Strecke seit Broome ist 6514km. Wir haben aufgrund des Planungsfehlers zu viele Lebensmittel eingekauft. Brot, Nüsse, Kekse und Schinken bekommen die Hühner und Enten gleich nebenan. Die Flasche Shiraz und 4 Flaschen VB, sowie eine Packung (1 Dutzend) Eier verschenke ich an zwei deutsche Mädels, die gerade auf ihr Auto warten. Sie wollen von hier nach Cairns fahren und freuen sich über die unerwarteten Geschenke.

Am Flughafen telefoniere ich mit Steve in Canberra. Man hatte uns erst morgen erwartet, doch Steve bestätigt, dass die frühere Ankunft kein Problem sei. 

Der Flug dauert 3h45m, wir sind um 6;30 p.m. Lokalzeit (MEZ+10) in Canberra. Steve und Anthony holen uns vom Flughafen ab. Die wurmfreien (!) Kirschen sind schon reif. Da wird gleich ausgiebig genascht.

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Sa., 04. bis Di., 07.12.2010
Canberra

Kirschen, absolut wurmfrei! Orangen im Garten
Die Flüsse führen Hochwasser; hier der Cotter River Die Stauseen sind voll, gehen über
Schotterhalde für den neuen Staudamm Die Betonmischanlage aus USA für den Staudammbau
Blühender Eukalyptus Königskerzen erinnern an zuhause
Der erste Tag in Canberra. Steve und Herta fahren mit uns in der Gegend herum. Beim Cotter River müssen wir leider umkehren, da die Straße vom Hochwasser überflutet ist und gesperrt wurde. Man kann von hier die Baustelle des neuen Staudammes sehen. Die Stauseen sind für Canberra als Wasserreservoire sehr wichtig. In den letzten Jahren waren sie nur noch zu 20% voll, jetzt gehen sie über, da es heuer überdurchschnittlich viel regnet. Am Parkplatz vor dem Verteidigungsministerium beobachten wir eine Gruppe großer grauer Kängurus. Das Gras hier ist wahrscheinlich besser, als das draußen im Busch. Dinner haben wir in Belconnen in einem Thai-Restaurant. War ausgezeichnet und viel zu viel.

05.12.: Nach Kaffe und Kuchen in einem nahe gelegenen Kaffeehaus fahren wir den Mount Ainslie hinauf und genießen die tolle Aussicht über Canberra und Umgebung. Canberra sieht von hier oben nicht wie eine Stadt aus, sondern eher wie ein großer Park. Zwischen den Baumkronen der hohen Eukalypten sind die Dächer der Häuser zu sehen. Nur die City mit ihren Hochhäusern und die besondere Architektur des Parlaments unterbrechen diese Parklandschaft. Nachmittags sind wir zum BBQ eingeladen. Es gibt Barramundi und Prawns, alles sehr lecker. Abends plaudern wir fast bis 2 früh mit Herta und Steve.

06:12.: Der Tag ist dem Shopping in der City gewidmet.

07.12.: Der letzte Tag, den wir zur Gänze in Australien verbringen. Wir fahren in das 70km entfernt liegende Bundaburg und kaufen ein paar nette Kleinigkeiten im Kunsttischlerei- und im Lederwarengeschäft ein. Besonders die Kunst- und Gebrauchsgegenstände, die aus den phantastisch strukturierten australischen und tasmanischen Harthölzern hergestellt sind, laden zum Kauf ein. Wir haben aber ein Gewichtslimit zu beachten.

Am und vom Mount Ainslie

Das nächste Gewitter zieht heran Blick zum Telstra Tower
In der Ferne das Parlament in Canberra Der Flughafen von Canberra

Kängurus am Parkplatz des
Verteidigungsministeriums

große graue Kängurus große graue Kängurus
große graue Kängurus große graue Kängurus

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Mi., 08. bis Do., 09.12.2010
Flug Sydney-Wien

Der Tag der Heimreise. Herta und Steve bringen uns mit ihrem VW nach Sydney. Unterwegs machen wir eine Kaffeepause in Moss Vale, einem netten Ort, etwas abseits vom Highway. Der Flug QF5 mit Quantas geht um 04:55 p.m. von Sydney; Zwischenstopp in Singapur. Wir landen nach 23 Stunden seit Sydney in Frankfurt. Hier gibt es Probleme wegen der Schneefälle in den letzten Tagen. Das schlechte Management des Transitverkehrs in Frankfurt gibt Anlass zu Ärger. Wir kommen in Wien mit 1,5-stündiger Verspätung an.

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